Regelwerk

Bilanzgruppenmodell

Das Bilanzgruppenmodell ist seit Okt. 2002 die Grundlage des liberalisierten österreichischen Gasmarktes.

Das Bilanzgruppenmodell erfüllt im Wesentlichen folgende Anforderungen:

  • Sicherstellung der Bilanzierung der tatsächlichen Einlieferungen in und Entnahmen aus dem Netz.
  • Trennung der physikalischen und kommerziellen Verantwortung bei der Abwicklung der Ausgleichsenergie, wobei die technische Verantwortung vom Verteilergebietsmanager, die kommerzielle Verantwortung vom Bilanzgruppenkoordinator wahrgenommen wird.
  • Bereitstellung von physikalischer Ausgleichsenergie, welche die Differenz von prognostizierten und tatsächlichen Gasentnahmen bzw. Einlieferungen in das Netz abdeckt.
  • Aufbringung der physikalischen Ausgleichsenergiemengen primär von der Gasbörse und sekundär über eine Auktionsplattform
  • Führung eines Bilanzgruppensystems wobei eine Bilanzgruppe als die Zusammenfassung von Netzbenutzern zu einer virtuellen Gruppe innerhalb derer ein Ausgleich zwischen Aufbringung und Abgabe erfolgt definiert ist
  • Bereitstellung eines Systems zur Ermittlung, Bepreisung und Abrechnung der Ausgleichsenergie mit den Bilanzgruppenverantwortlichen, wobei ein System von Tages und Stundenbepreisung Anwendung findet.
  • Bilanzgruppenverantwortliche agieren in Bezug auf die von den Bilanzgruppen konsumierten Ausgleichsenergie als Verrechnungspartner mit dem Bilanzgruppenkoordinator.

Im Osten Österreichs erfüllt die AGCS Gas Clearing and Settlement AG, im Westen Österreichs die A&B Ausgleichsenergie & Bilanzgruppen-Management AG die  Aufgabe des Bilanzgruppenkoordinators aufgrund einer Konzession des Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend.

Hier finden Sie die Allgemeinen Bedingungen des BKO sowie die Anhänge in der aktuellen Fassung sowie in der jeweils vorangegangenen Version.